Schon lange stand es auf meiner fotografischen Wunsch-Liste: Einmal die Goldenen Perlen Tirols in den Bergen, ihrer Heimat, zu fotografieren. Und im Juli diesen Jahres habe ich mir diesen Wunsch auch erfüllt!

Es war noch im Winter, als wir unseren Sommerurlaub buchten und es sollte ins schöne Österreich nach Tirol gehen. Für mich war klar, dass ich die Gelegenheit gleich nutzen möchte, um mir meinen Wunsch zu erfüllen und in die Tat umzusetzen. Ich war einmal in Tirol und Berge gibt es da ja sowieso ohne Ende – nun mussten nur noch die passenden Haflinger gefunden werden.

Da ich nicht wirklich ortskundig war und nicht ins Blaue hinein auf irgendeine Alm wandern wollte, in der Hoffnung dort mein „Objekt der Begierde“ zu finden, fragte ich Freund Google um Rat. Der passende Hof war schnell gefunden und die Pferde machten einen tollen Eindruck. Auf meine Anfrage hin erhielt ich eine freundliche Antwort, dass ich gern willkommen bin – so etwas hört man ja immer gern! Doch musste ich mich nun gedulden, schließlich war es erst März! Die Zeit verflog und im Juli war es dann soweit.

Trotz einiger Absprachen war das Shooting dann doch recht spontan und wir mussten unseren Tagesplan dann kurzfristig meinem fotografischem Drang anpassen. Zwischen Vorspeise und Hauptgang fuhren meine Begleitung und ich also zum Hof. Die Pferde standen allesamt brav in ihrem Stall und wurden dort bereits auf Hochglanz poliert und gewaschen – was für ein Empfang! Danach ging es mit einer handverlesenen Auswahl zur benachbarten Weide, von der man einen tollen Blick auf einen riesigen Berg im Hintergrund hatte, auf welchem sogar noch vereinzelt Schnee lag.

Ja, es war nicht ganz mein erhofftes Panorama, was einem den Atem verschlägt, aber es war auch deutlich mehr als bei meinem Österreich-Besuch im Februar, wo mich die Landschaft mehr an das „Flachland“ von hier erinnert hat. Auch die Sonne zog sich hinter dicken Wolken zurück, aber genau das gibt den Bildern einen, wie ich finde, so dramatischen Look und die bläuliche Färbung der Wolken und Berge ergibt einen tollen Kontrast zu dem rötlichen Fell der Haflinger.

Mit glücklichen Gesichtern und einer Speicherkarte voller Haflinger-Power ging es danach wieder zurück zum Hotel, wo nicht nur der Hauptgang und das Dessert, sondern auch ein toller Bildbearbeitungsabend auf uns warteten.

Und wer weiß, vielleicht laufen mir ja nochmal ein paar dieser Tiroler Blondinen vor spektakulärem Panorama vor die Kamera. Denn wen einmal das Bergfieber gepackt hat, …