Ich liebe es ja, wenn ich zu einem Shooting fahre und nicht weiß, was mich erwartet. Diese Mischung aus Nervosität, ob alles klappt und der Vorfreude auf das Unbekannte und die Pferde und Menschen. Dieses Mal jedoch war es irgendwie anders. Und meine Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen!

Am 21. Oktober fand endlich das lang geplante Kiesgruben-Shooting statt. Dieses war eigentlich schon für Mitte Juni angesetzt, doch war uns der Wettergott damals gar nicht gnädig und bescherte uns eisige Kälte und jede Menge Regen. Zudem war ich gesundheitlich nicht in Topform und wollte weder mir, noch meinen Models das Wetter zumuten. So verschoben wir das Shooting auf vorerst unbekannte Zeit, da sich einige Dinge planungstechnisch nicht so einfach entwickelten, wie vorab vielleicht erwartet.

Nun war es aber dann doch endlich soweit, dass wir alle Komponenten zusammenführen und einen neuen Termin finden konnten und wir wurden für das lange Warten mehr als belohnt! Ein Herbsttag mit knapp 20 Grad und strahlendem Sonnenschein erwartete uns und so packte ich meinen Wagen und machte mich auf den Weg zu meinen beiden Models. Wir trafen uns direkt bei der Location und die Stimmung war ausgelassen. Emily und ihren Tinker-Wallach Houdini kannte ich bereits von einem Shooting aus dem Frühjahr, dazu kamen noch Wiebke und ihr Vollblüter Baccardi, die von ihrer Reitbeteiligung Christin begleitet worden sind, welche uns als Helfer diente. Vielen Dank an dieser Stelle für’s Rascheln und Fotografieren aus dem Hintergrund!

Wir schauten uns zuerst die unfassbar vielseitige Location an und wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich jeden Zentimenter stehen bleiben und ein neues Foto machen können. Inmitten der Hügel lag ein kleiner See mit tiefblauem Wasser und einer riesigen Schar Wildgänsen oben drauf. Sobald ich die Stimme hob, um Anweisungen zu geben, wurde mir mit lautem Geschnatter gekontert. Herrlich!

Damit die Pferde nicht lange warten mussten, fotografierten wir immer abwechselnd an einem Spot. Zuerst zusammen mit ihren Menschen, damit die Pferde in aller Ruhe die Umgebung erkunden konnten und ruhig stehen blieben. Danach noch jeweils einzeln im Portrait. Wir begannen am Ufer des Sees und arbeiteten uns stückweise wieder in Richtung Ausgang. Die Bilder vor der hohen Steilwand gehören dabei tatsächlich mit zu meinen Lieblingsstücken. Den Spot entdeckte ich gleich beim Ankommen und wollte dort unbedingt das Wüsten-Flair einfangen. Bis ich die Fotos im Kasten hatte, wusste ich noch nicht einmal, dass ich solche Bilder unbedingt einmal machen wollte – jetzt habe ich sie und bin unglaublich glücklich und stolz darüber. In den kurzen Pausen zwischen den Locationwechseln unterhielten wir uns und ließen die Pferde sich beschnuppern. Dabei entstand dieser tolle und auch wirklich einmalige Moment. Denn kurze Zeit später wurden die beiden Jungs sich zu aufdringlich und taten das mit hohem Quietschen kund.

Danach gingen wir weiter in Richtung der Sandberge – ich sage Euch, das war dann Wüstenfeeling pur! Mit der prasselnden Sonne fühlte es sich tatsächlich ein wenig so an, als hätte man mich kurzerhand nach Ägypten teleportiert. Der schöne Vollblüter Baccardi war für diese Location natürlich wie geschaffen und so begann Wiebke, ihn locker zu longieren. So entstanden wunderbare Bewegungsbilder im Licht der langsam untergehenden Sonne, die Baccardis Fell regelrecht glühen ließen. Auch Houdini durfte sich noch die Beine vertreten und trabte locker seine Runden. Diesen kleinen Wallach mit seinem wahnsinnigen Behang in Bewegung zu sehen, war wirklich beeindruckend. Anschließend schwangen sich beide Mädels noch einmal auf ihre Pferde und galoppierten ausgiebig durch die schöne Landschaft.

Die hohen Sandberge lassen dabei tatsächlich ein wenig an Urlaubsfotos erinnern und das war es auch ein wenig – wie ein Kurztrip in eine kleine Oase. Eine vielseitigere Location, als diese, habe ich noch nie zuvor besucht und ich werde ganz sicher wieder dahin zurück kehren! Dort kann man Bilder entstehen lassen, die an Lappland erinnern, aber auch Wiesen mit hohen Gräsern und natürlich die tollen Sandberge sind vertreten und lassen so in einer Session ganz verschiedene Bilder entstehen. Natürlich konnten wir in der Kürze der Zeit nicht alles mitnehmen, aber so, wie es war, war es wirklich perfekt! Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht verabschiedeten wir uns voneinander und gingen danach unserer Wege. Danke an meine beiden Mädels mit ihren Pferden, dass ich so viele schöne Momente festhalten durfte und eine so schöne Zeit mit Euch verbringen konnte ♥

Das Shooting war also ein voller Erfolg und ich möchte Euch unbedingt noch ein paar der fertigen Bilder zeigen: