Vorweg: Dieser Beitrag wird nicht gesponsert und steht in keiner Verbindung mit einem der genannten Anbieter. Er spiegelt meine Erfahrung und persönliche Meinung wieder.

Seit einiger Zeit arbeite ich an einem interessanten Vergleich für Euch, der einmal die qualitativen Unterschiede verschiedener Foto-Anbieter wiederspiegeln soll und wieso ich beim Entwickeln meiner Bilder auf die professionellen Anbieter und Fotolabore schwöre.

Es ist kein Geheimnis, dass ich meine Abzüge und anderen Fotoprodukte bei Saal Digital einkaufe bzw. dort entwickeln lasse. Abgesehen vom raschen Versand, habe ich bei Saal einen kompetenten Partner gefunden, der immer mit Top-Qualität glänzt und eine große Auswahl an Produkten und vor allem Materialen mitbringt. Bisher ist es noch nie vorgekommen, dass ich fehlerhafte Produkte hatte – weder in der Darstellung, noch in der Verarbeitung. Was ich bei Saal am meisten schätze, ist die haargenaue Farbwiedergabe. So, wie ich das von mir bearbeitete Foto auf meinem Bildschirm sehe, halte ich es am Ende auch fertig entwickelt in meinen Händen.

Und nun zum Vergleich: Wie sieht es mit der Farbwiedergabe und mit dem Material bei den anderen Anbietern aus?

Ich habe zwei verschiedene Anbieter ausgewählt, bei denen ich in meiner Laufbahn bereits Bilder entwickelt habe und unter anderem von Kunden auf die Resultate dieser angesprochen worden bin. Mit dabei sind dm mit den Sofort-Automaten und Saal Digital vertreten. Und ja, ich habe auch schon einen Kunden von mir „erwischt“, wie er am Sofortbild-Automaten stand und hat Bilder drucken lassen. Das Resultat hat mich sozusagen dazu inspiriert diesen Beitrag zu verfassen. Um einen fairen Vergleich zu haben, habe ich immer die 3 gleichen Bilder bei beiden Anbietern entwickeln lassen.

DM – Sofort-Automat

Der Vorteil bei den Sofort-Automaten ist, wie es der Name schon sagt, dass man seine Bilder sofort erhält. Entweder lässt man seine Bilder über Datenträger entwickeln oder beamt sie anhand WLAN oder Bluetooth auf das Gerät. Dort erhält man die Möglichkeit, seine Abzüge einzeln, vergrößert, als Passbilder oder als Collage zu erhalten. Die Größe kann man anhand von Standardformaten festlegen. In „meinem“ Format 19 x 13 cm ist dies allerdings nur mit weißem Rand erhältlich. Ebenso gibt es die Möglichkeit diese Online in anderen Größen zu ordern, doch ich möchte mich auf den Sofort-Service konzentrieren. Die Bilder werden nach der Auswahl im Vierfarbdruck auf strahlend weißes Fotopapier in glänzender Optik gedruckt. Man kann seine Bilder dann verpacken, bezahlen und ist fertig. Beim Betrachten meiner Bilder fiel mir gleich auf, dass die Farbwiedergabe nicht meiner Bearbeitung entspricht. Also – rein gar nicht! Überhaupt nicht. Die Bilder wurden durch einen Filter (schätze ich) aufgehellt und haben allesamt einen regelrechten Farbstich. Dieser fällt pro Bild und Farbe immer unterschiedlich aus. Jedoch sind die Farben auf allen 3 Bildern viel zu übersättigt und sehen in Verbindung mit dem Motiv einfach nur unnatürlich aus. Am Besten kann man das am Beispiel des Isländers in der Abendsonne sehen, welcher einen deutlichen Grün-/Gelbstich hat und der Schweif fast blau ist. Ein Graus, wenn man überlegt, dass diese Bilder dann vielleicht so an die Wand kommen!

Saal Digital

Bei Saal entwickle ich meine Bilder immer über die „mitgelieferte“ Software, die jedem kostenfrei zum Download angeboten wird. Dort lädt man seine gewünschten Bilder hoch, wählt die Größe (hier kann man eine Vielzahl von Formaten auswählen und auch gegebenenfalls weiße Ränder einstellen) und sucht sich sein Material aus. Dabei fällt meine Wahl meist auf Fotopapier Matt oder Silk Portrait. Diese Materialien haben den Vorteil, nicht zu spiegeln und kaum Abdrücke auf dem Bild zu hinterlassen (bei „fettigen“ Fingern o.ä.). Außerdem erscheinen die Farben kräftig, werden aber durch das Papier nicht zusätzlich verstärkt. Sobald man seine Auswahl bestätigt hat, kann man auch hier bezahlen. Nur, dass man dann auf seine Bestellung warten muss. Die Wartezeit ist bei Saal recht gering und betrifft meist 2 – 3 Werktage. Meist erhalte ich jedoch innerhalb von 24 Stunden bereits die Versandbestätigung. Die Bilder kommen dann in einem kräftigen Kartonumschlag und sind somit gut für den Versand geschützt. Das Fotopapier ist griffig und von guter Stabilität, sodass es nicht durchhängt. Das Beste jedoch ist, dass die Farben einem genau so entgegen strahlen, wie auf dem fertig bearbeiteten Bild am Monitor. Keine Abweichungen und farbliche Passgenauigkeit, wie ich es mir während des Bearbeitungsprozesses überlegt habe. Die dunklen Bereiche sind ebenso dunkel, werden nicht aufgehellt und auch die Sättigung stimmt zu 100 % überein.

Hier noch einmal alle Bilder im direkten Vergleich – oben die Fotos von dm, unten die von Saal Digital.

Mein Fazit:
Wenn man auf professioneller Ebene arbeitet und seine Fotos entwickeln lässt – sei es für sich oder für den Kunden – dann sollte man auch auf die professionellen Partner setzen und nicht am Geld (was übrigens kein großer Unterschied ist) sparen. Die Wartezeit ist auch zu verschmerzen, wenn man am Ende mit Qualität überzeugt wird, die die eigene Arbeit wiederspiegelt und untermauert. Der dm-Fotoservice bietet auch seine Vorteile – vor allem bei Schnelligkeit und einer Vielzahl an weiteren Fotoprodukten – wer aber großen Wert auf genaue Farbwiedergabe legt, sollte die Hände davon lassen.

Und wer das Geld für ein Fotoshooting investiert, dem lege ich ans Herz, seine Bilder (vor allem bei Nachbestellungen) direkt über den Fotografen zu beziehen, um unschönen Druckergebnissen und damit verbundenen Enttäuschungen vorzubeugen.